Özge Dayan-Mair spielt Homebody/Kabul; Foto: Stefan KlemenjakFoto: Stefan Klemenjak

Homebody / Kabul

Monolog zum gleichnamigen Stück von Tony Kushner

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Eine gebildete, verheiratete Europäerin die in Wien lebt. SIE führt ein durchschnittliches, bürgerliches Leben und bemerkt eines Tages, dass sie Sehnsucht nach „MEHR“ hat. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht ihr Leben in der Hauptsache aus Pflichterfüllung. Ohne ihre Handlungen näher zu hinterfragen, entdeckt SIE in Ihrem routinemäßigen Alltag ihre ungestillten Sehnsüchte.

Ihr fällt zufällig ein alter Reiseführer über Kabul, der Hauptstadt Afghanistans in die Hände. In der Einförmigkeit ihres Alltags bietet ihr diese Lektüre eine willkommene Abwechslung. SIE ist fasziniert von diesem einst blühenden und kulturell hoch entwickelten Land mit einer faszinierenden Geschichte.

Regie: Brigitte Pointner
Schauspiel: Özge Dayan-Mair
Textbearbeitung: Özge Dayan-Mair und Brigitte Pointner

Dank an Christian Reiner und Irene Scheiber

Der Autor

Tony Kushner, der bereits mit seinem bekanntesten Theaterstück „Angels in America“ den Pulitzer-Preis erhielt, wurde am 16. Juli 1956 in einer jüdischen Familie in Manhattan geboren. Seit 1989 war er als Guest artist im Graduate Theatre Program der New York University sowie an der Yale University und an der Princeton University tätig. Von 1990 bis 1992 war er Playwright-in-residence an der Juilliard School of Drama in New York. Kushner erhielt für das umstrittene zweiteilige Werk „Angels in America: Millennium Approaches (1993)“ und „Angels in America: Perestroika (1994)“, unter anderen den Pulitzer-Preis und jeweils den Tony Award für das beste Theaterstück. 2003 entstand nach dem Stück die Fernseh-Miniserie „Engel in Amerika“ von Mike Nichols unter anderem mit Al Pacino, Meryl Streep und Emma Thompson. Für das Drehbuch bekam er einen Emmy. Weitere Bühnenstäcke sind „Slavs“, „Homebody/Kabul“ und „Carolin, or Change“. Sein Werk mit dem langen Titel „The Intelligent Homosexual's Guide to Capitalism and socialism with a Key to the Scriptures“ wurde 2009 am Guthrie Theater in Minneapolis, Minnesota, USA aufgeführt. 2005 schrieb er für Steven Spielbergs Film „München“ das Drehbuch und erhielt dafür eine Oscar-Nominierung. 2012 mit dem Drehbuch von „Lincoln“ erhielt Kushner Nominierungen für „Academy Award for Best Adapted Screenplay“, „AACTA International Award for Best Screenplay“, „BAFTA Award for Best Adapted Screenplay“, „Golden Globe Award for Best Screenplay“, „2012 Writers Guild of America Award for Best Adapted Screenplay“.